CA Netzwerk Performance Management (NetQoS) – Überblick über komplexe IT-Umgebungen

CA NetQoS - Überblick über die Gesamtarchitektur

CA Netwerk Perfomance Management (NPM/NetQoS) ist eine integrierte Suite von Tools zum Verwalten komplexer IT-Landschaften und Business Services über Wide Area Networks (WAN) und in Rechenzentren. Mit umfassender und skalierbarer Datenerfassung, Analysen und Berichterstattung ermöglicht CA NetQoS einen Überblick darüber, in welcher Qualität die Netzwerk-Infrastruktur – intern wie extern – die Business Services den End Usern zur Verfügung stellt und von wem das Netzwerk wie genutzt wird. Die Lösung identifiziert die Schwachstellen im Netzwerk, im Server oder in der Applikation. CA NetQoS ist Bestandteil der CA Service Assurance Suite.

 
Bestandteile der NetQoS Suite

  1. CA Performance Center: Webbasiertes Frontend vom CA Infrastructure Manager. Dort können alle Tools der CA NetQoS Produktsuite als Datenquellen angekoppelt werden.
  2. CA Reporter Analyzer/CA Net Flow Analyzer: Flow-basierte Traffic-Analyse mit Echtzeit-Einblick in die Zusammensetzung und das Verhalten von Netzwerkverkehr.
  3. CA Application Delivery Analysis/CA NetQoS SuperAgent: End-to-end Application Response Time Monitoring.
  4. CA GigaStor: Langzeit Packet Erfassung und Analyse.
  5. CA NetQoS Unified Communications Monitor: Überwachung der Qualität des Sprach-und Video-Verkehrs.

CA Network Performance Management - Überblick

Datenerfassung, Analyse, Reporting, Alarmieren
Ziel der Network Perfomance Management (NPM) -Suite ist es, alle verfügbaren Daten zur Performance und Verfügbarkeit in der IT-Infrastruktur

  • möglichst umfassend zu erfassen,
  • zu analysieren,
  • in Berichten zusammenzufassen und
  • bei Bedarf die notwendigen Alarme auszulösen.

Dabei wird insbesondere darauf geachtet, dass die richtigen Informationen den richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt geliefert werden.

CA Performance Center (Bestandteil von CA Performance Management 2.X

CA Performance Center

Im CA Performance Center können die mit den verschiedenen Tools der NPM-Suite erfassten Informationen in Dashboards zusammengefasst und übersichtlich dargestellt werden.

CA Reporter Analyzer (RA)/CA Net Flow Analyzer (NFA)

CA Net Flow Analyzer (NFA)

Der CA Net Flow Analyzer (NFA) analysiert den Datenverkehr zwischen Rechenzentrum und den angeschlossenen Außenstellen und liefert damit wertvolle Daten zur Performance der Netzwerk-Infrastruktur, der angebundenen Applikationen, der Host-Konversation sowie Quality-of-Service (QoS)-Informationen.

Darüber hinaus wird erfasst, wer mit wem über welchen Port wie viel kommuniziert.

Für das Sammeln der Daten sind keine eigenen Probes erforderlich. Die zu analysierenden Router und Switche müssen lediglich so konfiguriert werden, das sie ihre Daten zum Netzwerkverkehr an die Applikation senden. NFA nutzt diese dann zur Analyse und zum Erstellen der benötigten Reports.

NFA-Architektur

NFA Architektur
Die sogenannten „NetFlow Harvester“ sammeln die vom NFA benötigten Daten zum Netzwerkverkehr bei den entsprechenden Routern und Switche, verarbeiten diese, und geben sie an die anderen ReporterAnalyzer-Geräte weiter (Hinweis: Die Harvester reduzieren das Datenvolumen um 80 bis 90 Prozent, bevor sie die Daten weiterleiten). Die Anzahl der Endgeräte, die von einem Harvester bewältigt werden können, hängt hauptsächlich von der Datenflussrate ab. Ein Harvester kann in der Regel bis zu einer Million Datenbewegungen pro Minute bearbeiten. Das nächste Glied in der Datenanalyse-Kette ist die ReporterAnalyzer-Konsole. Über sie kann auf alle Reporting-Funktionen, die in der Gesamtlösung enthalten sind, zugegriffen werden. Eine ReporterAnalyzer-Konsole kann zehn Harvester verwalten und damit mehr als 100.000 Interface überwachen. Die Data Storage Appliance (DSA) übernimmt dabei die Rolle des Data Warehouse für alle ReporterAnalyzer-Daten. Eine DSA kann das Datenvolumen von bis zu 500 Interface bewältigen, eine SuperDSA ist sogar in der Lage, das Datenvolumen von bis zu 2.500 Interface zu speichern. Sie kann auf jedem Harvester installiert werden.

Der NFA speichert drei verschiedene Datentypen:

  • 15 Minuten-Daten für die Trendanalyse
    • Zeitintervall größer als zwei Stunden
    • Für individuelle Breakouts: Die Daten müssen einen Schwellenwert übersteigen.
    • Ideal für Trendanalysen und die Kapazitätsplanung
  • Ein-Minuten-Trenddaten für das Troubleshooting
    • Zeitintervall kleiner als zwei Stunden
    • Keine Schwellenwerte
    • Ideal für das Troubleshooting und die Kapazitätsplanung
  • Ein-Minuten-Daten für die Fein-Analyse
    • Dokumentation der Rohdaten, die von den Routern erhalten wurden
    • Berichte zur Datenfluss-Forensik
    • Filtern und Suchen nach Schlüsselfeldern in den NetFlow-Daten
    • Daten für bis zu 24 Stunden

Reporting

Für das Reporting stehen die folgenden Formate zur Verfügung:

Enterprise Overview

Network Flow Analyzer

Eine Zusammenfassung, die die Interfaces darstellt, die einen Schwellenwert bei der Auslastung überschreiten oder diesen bald überschreiten werden. Dieser Schwellenwert kann vom Administrator eingerichtet werden. Die Übersicht enthält außerdem die wichtigsten Interfaces, Protokolle und Hosts des Unternehmens. Der Zeitrahmen für diesen Bericht beträgt die letzten 24 Stunden, die für die ReporterAnalyzer-Konsole zur Verfügung stehen.

Interface-Berichte

Interface-Berichte können für bestimmte Interfaces erstellt werden. In diesen kann detailliert auf Daten zu Protokollen, ToS, Hosts und Konversationen zugegriffen werden, um daraus Trend- oder Baseline-Informationen zusammenzustellen.

Die folgenden Reports stehen dabei zur Verfügung

Stacked Protocol/TOS-Diagramme
  • Stacked Protocol/ToS-Diagramme
Kuchendiagramm Hostdaten
  • Kuchendiagramme zu Hostdaten
Kuchendiagramm Konversationsdaten
  • Kuchendiagramme zu Konversationsdaten

Benutzerdefinierte Berichte

Benutzerdefinierte Berichte

Es stehen verschiedene Berichtstypen zur Verfügung, z.B. Interfaces, Protokolle, ToS, Host und Konversationen. Der Anwender kann diese Typen so kombinieren, dass daraus die Berichte entstehen, die er benötigt. Diese Berichte können gespeichert und aktualisiert werden – entweder in regelmäßigen Abständen oder zu bestimmten Zeiten, die für ein spezielles Zeitintervall festgelegt wurden.

Flow Forensic

Flow Forensic

Flow Forensic ist quasi ein Mikroskop, das es ermöglicht, auf die Rohverkehrsdaten der letzten 24 Stunden zuzugreifen.

Die Daten werden dabei aus den Rohdateien abgefragt, die auf dem Harvester abgespeichert sind. Daraus lassen sich dann Berichte über alle Hosts, Protokolle und Konversationen unabhängig von ihrer Größe erstellen.

Außerdem können zusätzliche Details abgerufen wie zum Beispiel

  • Source & Destination Ports
  • Datenpaket-Zähler
  • AS-Nummern
  • IPv6 Sessions
  • TCP Flags

Einsatzmöglichkeiten für Flow Forensic sind beispielsweise:

  • Ermitteln aller Hosts, die über ein Protokoll kommunizieren
  • Ermitteln aller Protokolle, die ein Host verwendet

CA Application Delivery Analysis (Super Agent)

Aufgabe der CA Application Delivery Analysis (ADA) ist es, die Antwortzeiten von Anwendungen zu überwachen und dabei einen konsistenten und gemeinsamen Satz an Messdaten zur Servicequalität zu liefern, den sowohl interne Anwender als auch externe Service Provider verwenden können, um die End-User-Experience selbst dann zu verwalten, wenn keine formalen Service Level Agreements (SLAs) gelten.

ADA hilft dabei

  • zu messen, in welcher Qualität Anwender über das Netz auf Anwendungen zugreifen können und damit die Anwendungs-Performance nachzuweisen,
  • das „Vorher/Nachher“ von geplanten und ungeplanten Veränderungen am Netzwerk zu bewerten,
  • die Auswirkungen von Veränderungen zu bewerten,
  • den Troubleshooting-Prozess zu automatisieren, indem Probleme einer entsprechenden Anwendung, einem Server oder Netzwerk zugeordnet werden können und damit das gegenseitige mit dem Finger auf den anderen Zeigen innerhalb des Unternehmens aufhört
  • Kundenprobleme schneller zu lösen.

ADA-Aufbau

ADA-Aufbau

Der ADA-Collector überwacht den Switch in Bezug auf Netzwerk-, Server- und Applikations-Datenverkehr. Er sendet die Daten dann in regelmäßigen Abständen an die ADA Management-Konsole. NetQoS ADA formatiert diese Daten dann in Berichte, die über die Konsole abgerufen werden können, und speichert die Daten in der ADA-Datenbank.

Zum Einsatz von ADA werden die folgenden Komponenten benötigt:

 
1. CA Standard/Multi-Port Collector (SuperAgent Collector)
Der Agent (Hardware und Software), über den NetQoS ADA den Datenverkehr überwacht. Es können ein einzelner oder mehrere Collectoren installiert werden. Bei einem Standalone-System sitzen der CollectorCollector und die ADA Management-Konsole auf demselben Server. In einem verteilten System sitzen die CollectorCollectoren und die ADA Management-Konsole auf unterschiedlichen Servern.

2. Management-Konsole
Die ADA Management-Konsole besteht aus einem physischen Server mit einer Webbasierten Benutzeroberfläche. Sie führt die folgenden Funktionen aus:

  • Zieht die Daten von den Collectoren ab und importiert sie in die Datenbank.
  • Klassifiziert die Daten nach dem Import (Evaluierung in Bezug auf Schwellenwert) in normal, herabgestuft oder riskant und speichert die Ergebnisse.
  • Pflegt Ereignislisten.
  • Sendet Beobachtungs-Anfragen, die entweder manuell über die Benutzeroberfläche oder als Ereignis-Antwort an die Collectoren ausgelöst wurden.
  • Pflegt den Beobachtungsstand.

Über die Benutzeroberfläche der Management-Konsole können die folgenden Aufgaben durchgeführt werden:

  • Definition und Zuordnen von Servern, Netzwerken und Applikationen und Weiterleiten der Konfigurationsdaten an den Collectoren. Der ADA-Administrator kann Benutzer anlegen und diesen Benutzern Rollen und Berechtigungen zuteilen.
  • Darstellung gesammelter und verarbeiteter Daten in Berichten und Bildschirmdarstellungen.

Reporting

ADA Network Reporting

NetQoS ADA ermöglicht das Messen von Antwortzeiten in Durchschnittswerten über Fünf-Minuten-Intervallen. Das System liefert dabei die folgenden Messdaten:

ADA Reporting Server-Antwortzeit

Server-Antwortzeit
Die Zeit, die ein Server benötigt, um eine erste Antwort auf eine Client-Anfrage zu geben bzw. die anfängliche „Denkpause“ des Servers. Höhere Server-Antwortzeiten lassen generell auf das Folgende schließen:

  • Ein Mangel an Server-Ressourcen wie zum Beispiel CPI, Speicher, Festplatten oder I/O.
  • Eine schlecht programmierte Anwendung.

Datenübertragungszeit
Die Zeit, die benötigt wird, um die vollständige Antwort zu übertragen, gemessen vom ersten bis zum letzten Datenpaket. Die Übertragungszeit wird ohne die anfängliche Server-Antwortzeit gemessen und enthält die Netzlaufzeit (Network Round Trip Time) nur, wenn mehr Daten übertragen werden müssen als in das TCP-Fenster passen.

Verzögerung bei der Rückübertragung
Die vergangene Zeit zwischen dem Versand des Original-Pakets und dem Versand des letzten duplizierten Pakets. NetQoS ADA dokumentiert die Verzögerung bei der Rückübertragung dabei als einen Mittelwert aus allen Beobachtungen und nicht nur für die rückübertragenen Datenpakete. Wenn ein Datenpaket aus einer Serie von zehn Paketen 3000 ms Rückübertragungszeit benötigt, wird die Verzögerung bei der Rückübertragung mit 30 ms (300 ms/10 Datenpakete) dokumentiert.

Netzlaufzeit (Network Round Trip Time)
Die Zeit, die von einem Datenpaket benötigt wird, um über das Netzwerk in beiden Richtungen zwischen dem Client und dem Server übertragen zu werden.

Transaktionsgesamtzeit (Total Transaction Time)
Die Zeit, die benötigt wird, um eine TCP-Transaktion oder eine Datenanfrage innerhalb einer TCP-Dauerverbindung abzuschließen.

Effektive Netzlaufzeit (Effective Round Trip Time)
Die Netzlaufzeit plus die Verzögerungen, die durch Rückübertragungen verursacht wurden.

CA NetQoS GigaStor

Ein CA NetQoS GigaStor (GigaStor) dient als eine Art ADA Collector. Die ADA erkennt die Zeit und die Quelle eines Performance-Problems und Gigastor liefert dann eine detaillierte Ursachenanalyse für das Problem.

  • Ein GigaStor ist ein kontinuierlich erfassendes Endgerät, das alle Datenpakete erfasst. Ein GigaStor kann gemeinsam mit einem ADA Collector eingesetzt werden. Die beiden Geräte teilen sich den SPAN-Port und es ist kein eigener TAP-Port erforderlich.
  • Im Gegensatz zum ADA Collector konzentriert sich ein GigaStor auf das reine Erfassen von Datenpaketen und kann deshalb TCP-Pakete über mehrere Schnittstellen (acht oder mehr) von unterschiedlichen SPAN-Ports empfangen.
  • Ein GigaStor erfasst das gesamte Datenpaket, was eine vollständige Analyse und Rekonstruktion der Konversation ermöglicht.
  • Im Gegensatz zu einem CA NetQoS Multi-Port Collector kombiniert ein GigaStor die TCP-Header von mehreren Schnittstellen in einen einzelnen GigaStor Sammel-Feed.

Der GigaStor Connector ermöglicht es ADA-Anwendern, große Mengen von Paketdaten, die auf der GigaStor Appliance erfasst und gespeichert werden, schnell und einfach zu analysieren. Netzwerk-Ingenieure können damit nahtlos zwischen Darstellungen der Netzwerk-, Server- und Anwendungsperformance in der ADA Management-Konsole wechseln.

Architektur

Gigastor-Architektur

Ein GigaStor ist ein Collector für ADA. Der GigaStor erfasst alle Datenpakete, die passiv in ihn kopiert werden, z.B. von einem SPAN- oder Spiegel-Port oder von einem TAP-Port.
Der ADA Connector auf dem GigaStor fragt bei der ADA Management-Konsole eine Liste von Server-Subnets, Client-Netzwerken und Port-Ausschlüssen ab. Während sich die Datenpakete im Speicher auf dem GigaStor befinden und bevor sie auf Festplatte geschrieben werden, kopiert der GigaStor Connector die passenden TCP-Headerdaten in die Systemdatei des Datenpakets und sendet die Systemdateien dann zum dem GigaStor zugewiesenen Collector.

Beim Einsatz einer verteilten ADA-Konsole sendet der Connector Systemdateien zu dem ihm zugewiesenen Standard- oder Multi-Port-Collector, um sie dort zu verarbeiten und die Messdaten zur Antwortzeit für jede Applikation/Server/Netzwerk-Kombination zu kalkulieren. Der Connector selbst führt aber keine Kalkulation der Messdaten für die Antwortzeiten durch. Die Systemdaten werden vielmehr vom Gigastor Sammel-Feed auf dem Collector empfangen. Die ADA Management-Konsole wertet dann die Messdaten für die Antwortzeiten von allen Sammel-Agenten aus, um so jedem Server den besten Collector-Feed zuzuordnen. Außerdem werden die am meisten ausgelasteten TCP-Anwendungen auf jeden Server überwacht.

Beim Einsatz einer ADA Standalone-Konsole erhält die Konsole Systemdateien auf ihrem Gigastor Collector-Feed. Hinweis: eine Standalone-Konsole kann gespiegelte TCP-Pakete auf ihrem Packets Collector-Feed empfangen während sie Systemdateien auf ihrem GigaStor Collector-Feed empfängt. Es ist außerdem möglich, die Anwendung zu definieren, die von der ADA überwacht werden soll, und dann diese Konfiguration in den GigaStor zu laden.

CA NetQoS Unified Communications Monitor (UCM)

Der NetQoS Unified Communications Monitor stellt die Verfügbarkeit und Performance eines Voice over IP (VoIP) oder Unified Communications (UC) Systems sicher. Über ein passives Monitoring des Datenverkehrs beim Rufaufbau sowie der Audio- und Video-Qualität der eingesetzten IP-Telefone, Audio- und Video-Clients, Call Server und Voice Gateways liefert das UC Monitor-System über eine kontinuierliche Dokumentation der VoIP- und Video-Anruf-Setup-Performance und Anruf-Qualität.

Die Berichte des UC Monitors erleichtern die Darstellung und Analyse der gesammelten Daten. Darüber hinaus können zusätzliche Aktionen konfiguriert werden, die automatisiert zusätzliche Informationen für die Fehlerbehebung und Diagnose sammeln. Außerdem können Schwellenwerte für die Performance eingerichtet werden. Sinkt die Anruf-Qualität, wird automatisch ein Alarm ausgelöst.

Der NetQoS UC Monitor erfasst und misst die VoIP- und Video-Anruf-Performance von einem Ende des Netzwerks bis zum anderen, ohne dafür Desktop- oder Server-Agenten zu benötigen. Es führt End-to-End Anruf-Performance Monitoring für Kommunikationssysteme von Cisco Systems, Microsoft und Avaya durch.

Das NetQoS UC Monitor-System bietet die folgenden Möglichkeiten:

  • Beurteilung der Qualität, in der die eingesetzte UC-Hard- und Software dem Endanwender die entsprechenden Services liefert.
  • Pro-aktives Monitoring der VoIP- und Video-Anrufqualität und der Messdaten zum Rufaufbau. Damit wird sofort unverzüglich erkannt, wenn Anwender keine Anrufe durchführen können oder wenn aus ihrer Sicht die Audio- oder Video-Qualität schlechter wird. Dies alles geschieht auf der Grundlage von Qualitätskriterien nach Industriestandard.
  • Benachrichtigung, wenn die Qualität unter einen bestimmten Schwellenwert fällt.
  • Benachrichtigung, wenn der Rufaufbau langsam ist oder wenn Anwender keine Telefonate führen können.
  • Sammeln von Daten zur Anruf-Performance für ein einzelnes, spezielles Telefon zum Lösen technischer Probleme.
  • Zugriff auf Daten zur Anruf-Performance in formatierten Berichten, die einfach zu verstehen, zu analysieren, zu exportieren und für detailliertere Messungen festzulegen sind.
  • Einsatz einer kompletten Suite von Analyse- und Reporting-Tools, die der derzeit umfangreichsten Datensammlung bespeist werden, indem die UC Datenquelle im NetQoS Performance Center registriert wird.

Damit bietet der UC Monitor genau die Funktionen, die für das Monitoring der Anruf-Performance im Netzwerk erforderlich sind. Darüber hinaus können so Probleme im UC-System erkannt und gelöst werden.

NetQoS UC Monitor – Architektur

UC-Monitor

Der NetQoS UC Monitor führt sowohl passives als auch aktives Monitoring des Zustands eines UC-Systems sowie der Anrufqualität durch.

Der Collector übernimmt dabei das passive, agentenlose Monitoring des Datenverkehrs zum Rufaufbau, der einen Switch passiert. Durch die passive Beobachtung der VoIP-bezogenen Datenpakete und die Inspektion bestimmter Pakete, wenn sie vom Netzwerk in den Call Server und wieder heraus geschickt werden, kann er die Rufaufbau-Zeit, Jitter und vieles mehr messen. Aus diesen Daten erkennt er automatisch die Call Server, Media-Geräte wie zum Beispiel Voice Gateways und IP-Telefone, die in einem Netzwerk betrieben werden und erfasst die Rufaufbau-Performance und die Anrufqualität.

Collector

Komponente (Hard- und Software), die das Monitoring des VoIP-Datenverkehrs in Cisco IP Telephony- und Avaya Communication Manager-Umgebungen übernimmt. Die folgenden Funktionen werden ausgeführt:

  • Sammeln von VoIP-bezogenen Performance-Daten.
  • Aggregieren und Weiterleiten der Daten an die Management-Konsole.

Management-Konsole

Komponente (Hard- und Software), die die VoIP-bezogenen Daten verarbeitet, speichert und dokumentiert. Enthalten ist eine Datenbank-Komponente, die einen MySQL-Server nutzt.
Das Web-Interface der Konsole bietet die folgenden Möglichkeiten:

  • Definition der Telefon-Subnets die überwacht werden sollen und Weiterleiten dieser Konfigurationsinformationen an den Collector.
  • Einrichten von UC Monitor-Anwendern und Zuordnen von Rollen mit den entsprechenden Berechtigungen.
  • Aufrufen der Berichte.
  • Starten von Diagnose-Funktionen wie z.B. der Call Watch-Funktion.

Das UC Monitor-System „lauscht” natürlich nicht bei den eigentlichen Telefongesprächen. Die meisten Messungen zur Anruf-Performance werden aus dem Datenverkehr zu und von den Call Servern entnommen.

Reporting

UCM-Reporting

Das System bietet Einblick in die Messdaten, damit eine Unified Communications Quality of Experience sichergestellt werden kann.

  • Dokumentation von Messdaten in Verbindung mit dem Liefern von Unified Communications-Diensten, z.B. Jitter, Latenz, Paket- und Frame-Verlust.
  • Liefern von Messdaten zur Anrufqualität und zum Rufaufbau wie z.B. Mean Opinion Score (MOS) Jitter, Pufferverlust, Abbruch beim Rufaufbau und Verzögerung bis zum Freizeichen.
  • Liefern von Messdaten zur Video-Qualität wie z.B. Anzahl der Minuten eingefrorener Videosequenzen, Frame-Verlust und Latenz.

Außerdem misst das System die Art und Weise, wie das Netzwerk die Unified Communications-Qualität unterstützt:

  • Schnelles Erkennen der Audio- und Video-Qualität für die Endanwender durch Informationen zur Unified Communications-Qualität für das Gesamtunternehmen oder einzelne Standorte.
  • Vermeiden kostspieliger häufiger „Probealarme“, die durchgeführt werden müssen, um nachzuweisen, dass das * Netzwerk die erforderliche Servicequalität liefert.
    Ausnutzen von aktiven Monitoring-Funktionen wie der Call Watch-Funktion für jedes Telefon, bei dem bekannt ist oder vermutet wird, dass Qualitätsprobleme auftreten. Damit wird ein sekundengenauer, detaillierter Einblick in die Anruf-Vermittlung und Qualität gewährt, sobald ein Anruf von oder an diese Telefonnummer getätigt wird.

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